HÄRTING.fm - Der Podcast für Recht, Technologie und Medien

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00:00:00: [Musik]

00:00:20: Willkommen zu Ausgabe 3 unserer Staffel Litigation at Herting FM, der Podcast für

00:00:25: Recht Technologie und Medien. Mein Name ist Martin Schoenbacher und heute geht es um ein Thema,

00:00:30: das wir hier in etwas anderer Konnotierung schon häufiger im Wickel hatten. Mein Kollege Lasse

00:00:34: Konrad ist da, den ihr vor nicht allzu langer Zeit in Episode 63 zu seinem heimlichen Steckenpferd,

00:00:39: nämlich zum Filmrecht gehört habt. Heute geht es aber um sein Brot und Butter Geschäft. Heute

00:00:44: ist Lasse hier in seiner Funktion als Co-Lit unseres Cyberteams. Es geht also um Cyberincidence.

00:00:50: Hallo, lieber Lasse. Hallo Martin, vielen Dank, dass ich wieder da sein darf. Immer wieder gerne.

00:00:55: Diese Episode wäre nicht Teil unserer Litigation Staffel in diesem Podcast, wenn sie nicht auch die

00:01:01: streitigen Auseinandersetzungen zum Schwerpunkt hätte. Es geht also anders als in den Folgen 43

00:01:07: mit Christoph Bausewein von Crowdstrike oder 36 mit unserer Kollegin Nicole Biranik. Lasse dabei war

00:01:13: oder 24 mit Olli Dent von Kennedy ist nicht um die Verhinderung von Cyberattacken oder die

00:01:17: Incidence Response, sondern eher um die etwas längerfristigen Folgen, insbesondere auf dem Weg

00:01:23: hin zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Bevor wir zu deinen drei Lieblingscyberfällen kommen,

00:01:30: vielleicht erklärst du mal ein bisschen einführend, was so die typischen Streitigkeiten im Anschluss

00:01:35: an Cyberattacken welcher Form auch immer sind und inwieweit die sich vielleicht von anderen

00:01:39: IT-Verfahren, wie wir sie vielleicht hier mit dem Auslucke in der Folge 64 am Wickel hatten,

00:01:45: unterscheiden. Lieben gern. Es ist wie immer so, man so schön sagt grundlegend, gilt das eine oder

00:01:53: das andere. Es ist natürlich so, dass es nach wie vor eine zielrechtliche Stradigkeit sein wird am

00:01:58: Ende des Tages, also man trotzdem beim Landgericht Oberlandesgericht oder halt wenn es noch ein paar

00:02:01: Instanznöhe geht, wo anders landet in Karlsruhe. Aber bei den Cyberverfahren ist es so, dass sie

00:02:06: sehr viel dynamischer sind, dass man noch in der Regel zumindest und das ist deutlich anders als

00:02:11: die in Anführungszeichen normalen Gerichtsstradigkeiten noch einen größeren Einfluss auf den

00:02:16: Lebenssachverhalt hat. Also man kann, weil wir eben relativ früh in die ganzen Verfahren mal mit

00:02:21: einbezogen werden und ein Verfahren ist dann eben schon noch der Cyberinzident, den wir vor ein paar

00:02:25: Folgen mal besprochen haben. Und da kann man relativ viel, wenn man früher eingebunden wird und die

00:02:30: Beratung auch gehört wird, das ist natürlich der Optimalfall, vielleicht schadensmindernd tätig

00:02:35: werden, vielleicht ein paar Problemfälle umschiffen oder einfach so normale Fallsträge, wo man sich

00:02:42: immer mal wieder mit der Hand vorn Kopf schlägt, die man dann später irgendwo liest oder sieht,

00:02:46: ein bisschen besser vermeiden. Dementsprechend ist es sozusagen ein Mix, den wir dort haben. Wir haben

00:02:51: logischerweise aber auch und da ist es unbenommen eben den typischen Cyberfall als Verfahren,

00:02:56: wenn wir relativ später mit reinkommen oder halt zum Beispiel sich jemand anders dran vor

00:03:00: versucht hat und dann ist es ja doch, dass du bist beim zivilrechtlichen, bei einer zivilrechtlichen

00:03:04: Streitigkeit bist vom Landesgericht oder Oberlandesgericht und dann brauchst du neben den IT-Fachkenntnissen,

00:03:10: die immer helfen bei solchen Verfahren, vor allem das BGBAT und da unterscheidet sich es dann relativ

00:03:15: wenig. Da gibt es Schäden, da gibt es jemand, der ein Anspruchsteller ist und im besten Fall für den

00:03:22: Anspruchsteller kriegt den Schadenersatz durch und den Schaden ersetzt und im besten Fall für den

00:03:29: Versicherungsnehmer, Anspruchsgegner und so weiter und so fort, je nachdem in welcher Rolle wir da tätig

00:03:34: sind oder wen wir dort vertreten, werden die Schäden bestmöglich abgewährt oder runterreduziert,

00:03:40: also dementsprechend schon relativ vergleichbar mit den typischen anderen IT-Rechtsverländiger.

00:03:44: Genau, also der Hauptunterschied ist, dass wir da häufig auch wieder über die Versicherung,

00:03:50: ja, die Tiefversicherung hatte ich in der vergangenen Folge schon mal mit Urst besprochen,

00:03:55: ja, für die wir halt viel tätig sind, da schon zu einem sehr frühen Stadium reinkommen und dann

00:04:01: eben möglicherweise durch geeignete Handlungen für den IT-Dienstleister oder für den Versicherungsnehmer,

00:04:07: dessen IT-Systeme kompomitiert sind, versuchen können, dabei mitzuwirken,

00:04:13: dass der Schaden möglichst gering bleibt, ja, dass man da vielleicht auch gleich dafür sorgt,

00:04:19: dass die Themen, die da aufgekommen sind, möglichst gleich wieder mitigiert werden und dann eben

00:04:24: anders als in anderen Fällen, das Kind nicht schon im Brunnen liegt, wenn wir da an Bord kommen,

00:04:28: aber man muss eben auch sagen, viele Fälle, bei denen wir von Anfang an dabei sind,

00:04:32: Landnahmen am Ende vor Gericht, weil man sei es den IT-Dienstleister verklagt oder wenn wir für

00:04:38: den IT-Dienstleister tätig sind, der dann zwar seinem Bestes gegeben hat, um den Schaden möglichst

00:04:42: zu minimieren, aber irgendwelche Restrisiken dann eben doch bleiben, wie dann möglicherweise

00:04:46: dessen Versicherung zu übernehmen hat. Jo, so viel zu vielleicht zuvor rede und gehen wir mal rein

00:04:54: in deine Fälle. Was hast du denn so mitgebracht? Ja, ich habe probiert da ein wenig klasstermäßig

00:05:00: natürlich irgendwas aufzubereiten. Die Top 3 oder die Lieblingsfälle, die variieren logischerweise,

00:05:06: nachdem wir die Folge aufnehmen würden, nächstes Jahr, wenn die wahrscheinlich ganz anders als

00:05:09: jetzt sind. Nächste Woche lasse ich ja. Nächste Woche wahrscheinlich schon, schlimmerweise ist

00:05:14: tatsächlich so, dass jetzt die letzten Wochen in relativ häufig die Telefone geklingelt haben

00:05:17: und Cyber-Inzidenz waren. Toll bis ja alles noch im guten Bereich. Ich habe es sozusagen ein bisschen

00:05:23: mitgeteilt oder geteilt, aufgeteilt in drei Bereiche und den Hauptbereich, wie du es auch gerade

00:05:28: schon ein bisschen angeteasert hast, ist im Endeffekt der typische Übergang, den es eben nicht nur

00:05:32: bei uns als normalo IT-Rechtsfall, sondern eben auch im Cyber-Rechtsfall gibt, nämlich die Schadensabwicklung.

00:05:37: Also das ist halt das, wo du sagst, dass klar, wir können immer probieren, so gut es geht einzugreifen,

00:05:42: aber wenn der Betriebsausfall bei dem Kunden da ist vom Dienstleister,

00:05:45: da werden wir jetzt den Betrieb nicht plötzlich wieder aufbauen können. Also da fehlt dann

00:05:49: doch ein wenig die Expertise für. Und dementsprechend ist es eigentlich so,

00:05:52: das typische einer der typischen Fallstricke, sei es Renzmeer-Angriff, sei es ein DDoS-Attack

00:05:59: oder sei es auch vielleicht eine schlechte Infrastruktur, auf irgendeinem Grund oder

00:06:05: Grundlage ist die IT bei dem Dienstleister, der dann normalerweise unser Mandant, zum Beispiel

00:06:10: Versicherungsnehmer, je nachdem ist, ausgefallen. Und das hat einen Rattenschwanz, nämlich die Systeme

00:06:16: beim Endkunden haben nicht funktioniert. Wenn das für eine gewisse Zeit ist, ist das halt immer so

00:06:21: das typische Problem Betriebsausfallschaden. Und dann kommen dann die Klagen reingeflattert, wo

00:06:27: eines ab und zu ein bisschen, wie soll man sagen, nicht vom Stuhl haut, weil wir kennen es mittlerweile,

00:06:32: aber die Schadensummen doch meist im 7-8-stelligen Bereich sind und man denkt eigentlich, oh wie,

00:06:37: wie kann das denn sein. Und da kommt auch gleich wieder das aller typische, aller IT-Rechtsstreitigkeiten

00:06:42: und auch Sonnstreitigkeiten hervor, die Schadenshöhe. Die muss ganz genau betrachtet werden und

00:06:48: beachtet werden. Und bei weitem kann man, glaube ich, ohne Übertreibung sagen, wird da sehr viel

00:06:55: aufgeplustert, damit die Fandungsmasse sehr groß wird und dass man nachher einen guten Schnitt

00:06:59: bekommt, weil bei den meistens IT-Rechtsstreitigkeiten sind auch die Cyberstreitigkeiten logischerweise

00:07:03: nicht dafür ausgelegt, dass es eine 100-Prozent-Entscheidung gibt, sondern dass nachdem viele

00:07:08: Sachverständigen auch ihren Senf dazu geben durften, doch eine vergleichsweise Einigung

00:07:13: erzielt wird. Und da ist es natürlich immer schön, wenn auch ein wenig durchsichtig und überschaubar

00:07:19: oder durchschaubar von Anfang an, wenn die Schadensersatzhöhen relativ vorgetrieben werden.

00:07:24: Also aus Sicht der klagenden Partei, sagen wir mal, aus Sicht der anderen dann vielleicht eher nicht.

00:07:31: Bleiben wir beim Schadensersatz. Jetzt, ja, also der Fall, den du gerade geschildert hast, da gibt es

00:07:40: jetzt aufgrund der angeblich mangelhaften Tätigkeit unser Mandanten als IT-Dienstleister des

00:07:47: geschädigten, des von der Cyberattacke betroffenen Unternehmens, ja, gibt es jetzt einen Betriebsausfall.

00:07:55: So, und jetzt sagen die, das hat uns jetzt, wenn du sagst ach, stelle ich 12 Millionen Euro gekostet,

00:08:03: ja, dass das jetzt hier vier Tage oder vier Wochen offline war und bitte bezahlen. Genau. Also eher vier

00:08:12: Wochen oder länger, weil in vier Tagen wäre schon da eine große Hütte sein. Ja, aber...

00:08:17: Und man hat gefragt, wie es sein kann, dass die so lange offline sind, wenn sie 12 Millionen

00:08:21: Gewinn verloren haben. Und auf einer hat es einen Witzlaster angewiesen. Aber vielleicht

00:08:24: um das ein bisschen greifbar zu machen, also es ist natürlich, wenn man einen Servicedienstleister

00:08:30: hat, der zum Beispiel auf die IT einfach schlicht angewiesen ist, weil alle seine Systeme drüber

00:08:35: laufen und nur so der Kundenkontakt funktioniert, dann ist relativ klar, dass ein Betriebsausfall

00:08:39: enorm hohen Schaden haben kann. Aber das funktioniert nicht nur an der Stelle, sondern wenn zum Beispiel

00:08:45: die Verpackungsanlage oder die Franchiermaschine, also Franchiermaschine in etwas größerem

00:08:49: Stil logischerweise nicht mehr funktioniert und die Labels nicht ausgedrückt werden für ein paar

00:08:53: Wochen oder auch nur für eine Woche, dann kann schnell bei gerade Unternehmen, die einen sehr

00:08:57: großen Umsatz haben, auch natürlich ein sehr großer Schaden entstehen. Und das ist tatsächlich so das

00:09:02: typische, wo wir in der Regel eigentlich so Thematiken haben, machen wir es vielleicht nicht

00:09:08: gleich achtstellig, aber siebenstellig für eine Woche ist schon nicht ganz selten. Und dann wird

00:09:14: geschaut, also müssen wir logischerweise, wenn wir in der Verteidigung Position sind, schauen, was

00:09:19: davon kann überhaupt ersatzfähig sein, weil typischerweise macht das jeder erst mal so, ach ich mach

00:09:24: so und so viel Gehalt muss ich ja zahlen, wenn ich das hochrechte, dann kann niemand davon bearbeiten,

00:09:28: das ist der Schaden. Ist ein bisschen einfach gedacht, hat einerseits so ein bisschen Hintergrund,

00:09:33: was ist denn mit den Lohnnehmkosten, werden die nicht sowieso angefallen, also sind das nicht

00:09:37: vielleicht sowieso Kosten, sogenannte sowieso Kosten tatsächlich? Ja, auch die Gelder, also wenn wir,

00:09:42: also wo ich da noch ein bisschen operativer drin war, haben wir ja auch Fälle, wo die Mandanten,

00:09:48: die betroffenen Unternehmen sind und die dann natürlich sagen, ja also hier meine ganze

00:09:52: IT-Abteilung hat den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als ich um diesen Cyberfall gekümmert. Und

00:09:57: wenn man denen dann sagt, na ja dann, wo ist euer Schaden, dann gucken die ein bisschen traurig nach

00:10:02: dem Motto, also die Tatsache, dass sie bei euch gearbeitet haben, die hätten ja auch so bei euch

00:10:06: gearbeitet und ihr hättet sie auch so bezahlt. Also da muss man schon gucken, was hätten die sonst

00:10:10: gemacht, welchen Umsatz, genauer welchen Gewinnen haben wir jetzt eigentlich verloren,

00:10:15: dadurch dass die jetzt nicht da weitermachen konnten, was sie eigentlich machen sollen. Genau,

00:10:18: da hast du auch ein schönes Stichwort, einfach mit reinfließen lassen, um uns zu merken, was haben

00:10:22: die denn sonst so gemacht? Denn in dem Regelfall ist es eben so, dass selbst wenn die IT-Systeme

00:10:26: ausfallen, Mann, Frau oder wer auch immer angestellt ist, immer noch etwas anders machen kann,

00:10:31: so genannte Organisationsarbeiten oder Tätigkeiten, da wo sonst immer keine Zeit war, mal die

00:10:36: Akten zu ordnen, mal ein bisschen was zu sortieren. Das sind erstmal so Sachen, die sind schon nicht

00:10:41: erstattungsfähig. Man kann bei dem was du gesagt hattest, wenn man natürlich selber die Expertise,

00:10:46: die IT wieder aufzubauen, das ist nochmal ein anderer Schnak, da muss man genauer drauf schauen,

00:10:49: wann ist das wirklich ersatzfähig, aber wenn ich zum Beispiel ein IT-Unternehmen einstellen muss,

00:10:52: weil ich mal einen anderen Dienstlaster, der gerade für den großen Schaden gesorgt hat,

00:10:55: nicht mehr vertraue und der das aufbaut, das ist relativ schnell ein ersatzfähiger Schaden. Die

00:10:59: Frage aber wo wir meist eher das Thema haben ist, wie viel von den Gehältern kann sozusagen übernommen

00:11:05: werden. Und da muss man einerseits erstmal schauen, wie gesagt, was ist erstattungsfähig,

00:11:09: was nicht, Urlaubsgelde, Entgelde oder irgendwelche Bonifahrtkosten und so weiter,

00:11:15: die alle erspart werden, das muss logischerweise alles abgezogen werden und eben was hätte man

00:11:19: machen können und dann ist auch die Frage, muss der Geschäftsführer nicht vielleicht noch andere

00:11:22: Termine wahrnehmen oder kann man von dem jetzt auch trotzdem 24 Stunden gefühlt abrechnen. Ich sage

00:11:27: das deswegen, weil das tatsächlich so der Fall ist. Das fützt enorm hoch abgerechnet und da

00:11:33: sind Fantasiesachen und Zahlen drin. Da können Leute plötzlich 16 Stunden arbeiten pro Tag,

00:11:37: da denkt man sich auch, das Arbeitsrecht haben sie auch nicht erfunden und nicht gesehen,

00:11:41: dass das gar nicht rechtens wäre, selbst wenn die es könnten. Und auch bei den IT-Dienstleistern,

00:11:45: wir haben ja auch Fälle, wo die dann jedenfalls mal die, ich habe mit einem CTO gesprochen,

00:11:52: ich glaube halt mal auf das Sammeltessenmandat, wo der dann gesagt hat, das wird besser,

00:11:56: was uns passieren konnte, unter vorgehaltener Hand. Jetzt habe ich endlich das MS365 eingeführt,

00:12:01: mit einem anderen Dienstleister, aber die Kananen, halbe Million, die das gekostet hat,

00:12:06: kann man jetzt sicherlich nicht dem vorherigen Adhinsleister in Rechnung stellen, weil die

00:12:11: haben ja etwas ganz anderes bekommen. Genau, unter Status Quoem ist das entscheidend,

00:12:16: wie du es gerade sagst, du darfst den Status Quoem endefekt nicht verbessern, jedenfalls

00:12:20: nicht unnötig verbessern und dann die Kosten deinem geschädigten Dienstleister, richtig,

00:12:24: dem Dienstleister auflasten. Aber das ist halt tatsächlich das A und O, das ist auch das,

00:12:30: wo wir in vielen Situationen, also da muss man doch mal ein bisschen unterscheiden,

00:12:35: es gibt natürlich einen Ansatz, die Streitigkeit, die vor Gericht ist, wo schon relativ klar ist,

00:12:39: da sind gar keine großen Spielräume mit drin, aber was halt immer sehr, sehr wichtig auch in

00:12:44: den ganzen laufenden oder sich anbahnden Streitigkeiten ist, ist die noch bestehende Kundenbeziehung

00:12:49: oder Geschäftsbeziehung und auch vor allem, wie soll es in der Zukunft sein? Also hat man noch

00:12:53: großes Interesse daran, diese Kundenbeziehung aufrecht zu erhalten und da ist es dann meistens so,

00:12:57: dass man auch, wenn vielleicht die Verursachung nicht hundertprozentig klar ist, jedenfalls nicht

00:13:03: der Höhe nach, also ob es verlässig, grobverlässig vorsichtig wäre, wie der Schaden herbeigeführt

00:13:08: wurde, dass viele Unternehmen probieren, sozusagen den Schaden zu minimieren, zum Beispiel durch

00:13:14: andere Aufträge, durch Rabattierung und so weiter und so fort und wir da sozusagen im Vorschritt auch

00:13:18: sehr häufig mit drin sind, wo man dann ein bisschen basarmäßig fühlt sich an, aber man muss

00:13:22: klare Kriterien finden, wo die Ersatzfähigkeit herkommt und wo die Grenzen sind und wenn man sagt

00:13:27: zum Beispiel 15 Prozent des Schadens sind der Satz fähig oder erstattungsfähig und der Mandant

00:13:31: sagt, ja, ich packe nur 15 drauf, weil die Geschäftsbeziehung ist mir so wichtig, dass das

00:13:35: Angebot besser ist, dann ist das so auch und das haben wir jetzt auch nicht selten, weil da ist

00:13:39: einfach, es ist immer ein sehr, sehr vielschichtiges Problem, muss man einfach sehen und wenn man einen

00:13:43: großen Kunden hat, der halt auch solche Umsätze hat, dann möchte man den normalerweise behalten und

00:13:48: muss dann manchmal nicht nur die reinrechtliche Bewertung sehen, sondern eben auch noch ein

00:13:52: bisschen über den Teller anschauen. Fällt nochmal einen Schritt zu dem Nachweis der Schadensposition

00:13:59: im Gerichtsverfahren. Also üblicher Fall ist ja, wie du es gerade geschildert hast, 12 Millionen

00:14:06: und darauf entfallen, ja, wenn die müssen anwältig beraten sein vom Landgericht und die machen

00:14:15: sich natürlich dann schon in den allermeisten Fällen Mühe, das ordentlich aufzuschlüsseln,

00:14:20: welche Fragestposition haben wir hier so und jetzt ist ja fast immer so, dass dann bestritten wird,

00:14:25: dass das tatsächlich stimmt, welche Mühe oder wie müssen die denn jetzt eigentlich vorgehen,

00:14:31: wenn sie das beweisen wollen? Also was müssen die da sozusagen an Beweis liefern, dass das Gericht

00:14:37: dann sagt, ja, okay, das überzeugt uns jetzt euer Schaden. Ja, also es ist sehr, sehr kleinteilig,

00:14:42: was da so ist. Also wenn wir über die Stufe springen, Verursachung, weil das ist noch ein anderes Thema.

00:14:47: Verursachung, Tausalität sind wir auch drüber gesprungen. Genau, weil das ist natürlich erst mal,

00:14:51: wenn man eben nicht die Geschäftsbeziehung retten muss, uns klar auf die Fakten gucken,

00:14:55: schauen, dass das logischerweise das erste Tor, was man dort hat oder die ersten beiden Tore. Und da ist

00:14:59: es vermeintlich einfach, aber in Realität sehr, sehr schwer, weil der IT-Sachverständig beim

00:15:04: Gerichtsverdar ist, aber natürlich nicht in der Tiefe wie bei verschiedenen Systemen,

00:15:08: dann logischerweise unterschiedliche Strenge dazu führen können, dass es sozusagen Fehler gibt,

00:15:14: also ob da verschiedene Firewalls funktioniert haben, ob wann und wo die Möglichkeit ist,

00:15:18: wo es war usw. Absolut ganz wichtiger Punkt. Ich bin jetzt drüber weggegangen, weil wir gesagt haben,

00:15:21: wir gucken auf den Schaden und die Schadenspositionen, aber natürlich ist ja der häufigste Grund,

00:15:28: warum man da wegkommt von irgendwie den Schaden, dass es natürlich am Markt ja sein,

00:15:31: dass wir irgendwas falsch gemacht haben. Aber nicht mal, dass man selber was falsch gemacht hat,

00:15:35: sondern dass etwas falsch gelaufen ist. Weil die IT-Systeme sind ja meist so komplex, dass zwar,

00:15:39: wenn halt drauf steht, Dienstleister dafür zuständig, das zu warten, dass die Wartung

00:15:44: natürlich in X verschiedenen Varianten passieren kann und wenn aber zum Beispiel ein Geschäftsführer

00:15:48: des geschädigten Unternehmens die E-Mail falsch geklickt hat, dann dürfte das schon mitverschulden

00:15:53: mit drin sein. Selbst dann ist sozusagen bei einer Verantwortlichkeit des Dienstleister sofort

00:15:57: mitverschulden mit drin. Also das ist ein sehr, sehr großer Punkt, der auch in den streitigen und

00:16:02: ausgefochtenen Stratigkeiten sehr, sehr entscheidend logischerweise ist. Aber dann trotzdem um wieder

00:16:07: den Sprung zurück zu bekommen zum Schaden. Man muss da wirklich sehr, sehr kleinteilig bei der

00:16:12: Schadensposition vorgehen. Deswegen ist das Beispiel 12 Millionen vielleicht nicht so gut,

00:16:15: sondern besser 100.000, weil selbst da ist es schon super, super schwierig darzustellen,

00:16:18: wo jeder Sense sozusagen herkommt, der als Schaden dargestellt wurde. Auch nochmal, wenn ich wieder

00:16:22: eingreife, ja, schönes Beispiel dafür, dass eigentlich ein bisschen egal ist, ob es 12 Millionen oder

00:16:26: 120.000 Euro sind. Das können auch 10.000 Euro sein. Wenn es 10 verschiedene Chance-Positionen sind,

00:16:32: die man dann eben gelten machen muss, muss man halt überall den Aufwand treiben,

00:16:37: das dann kleinteilig darzulegen. Genau, und du wolltest jetzt, jetzt ich dich zum

00:16:41: Wiederholten mal unterbrochen nochmal sagen, was die jetzt eigentlich vortragen müssen,

00:16:43: wenn es bestritten ist und was sie dann da vielleicht beweisen müssen. Ja, das mich jederzeit

00:16:47: nur brechen, das passt doch. Man muss so ein bisschen logischerweise immer die Causalität

00:16:57: darstellen. Also wenn jetzt zum Beispiel der Fall war mit der Verpackung und die Verpackung

00:17:03: nicht mehr ausgedruckt werden konnte, das ist relativ schnell klar, egal wie viel ich davon

00:17:06: verkaufe, kann ich den nicht rausschicken. Wenn ich dann aber eine gewisse Zahl habe,

00:17:10: ich hätte sozusagen 100 Bestellungen gehabt und konnte die alle nicht verkaufen bzw. nicht

00:17:13: raus schicken, dann ist es ein sehr greifbarer Schaden und der ist relativ schnell nachweisbar.

00:17:17: Die Frage ist dann bei diesem Schaden, ist es zum Beispiel ein Termin-Event gewesen, wo

00:17:22: dann das Interesse des Kunden immer nur noch an dieser Zeit lag oder ist es etwas, was

00:17:26: auch nachgeholt werden kann, wenn es nachgeholt werden konnte, dann ist der Schaden auch gleich

00:17:29: wieder weg, weil dann ist es halt später verschifft worden. Also somit ist dann diese Chance-Position

00:17:33: gleich wieder weg. Da muss man immer schauen, sind es solche Fälle, die entweder mit der

00:17:36: Zeit irgendwie was zu tun haben oder bestimmten Events oder ist es halt nachholtbar. Der Betriebsausfall

00:17:42: ist ja ein Schaden in dem Bereich, wo man Service-Dienstlaster ist. Da kann man fragen,

00:17:46: inwiefern kann man die Arbeiten nachholen. Wenn die Arbeiten nachholbar sind, auch da

00:17:50: ist es wieder sehr terminabhängig, kann man sozusagen den Schaden nicht voll ersetzen,

00:17:54: weil man hat ja dann zum Beispiel vielleicht einen schlechten Monat Juni, aber einen guten

00:17:57: Monat September, wenn es dann wieder ersetzt. Also wenn wir solche Themen ausfallen würden

00:18:00: und wir dann jetzt da im Juni nur mit Schreibmaschine schreiben können oder auf lokalen Laptops,

00:18:09: dann wird man sagen, okay, da habt ihr diese Sache nicht gemacht, dann wart ihr vielleicht

00:18:12: mit dem Gutachten zu spät fertig. Ihr habt es aber im August gemacht, der hat genau genommen

00:18:17: gar keinen Schaden entstanden, weil der man dann genau selber bezahlt hat. Ein Monat später,

00:18:21: der vielleicht ein bisschen Zinsen verloren, aber nicht ernsthaft. Genau, bei dem Gutachten

00:18:25: ist es noch das beste Beispiel, dass da eigentlich dann wirklich real gar keinen Schaden da ist,

00:18:28: außer halt, dass er halt irgendein Timelandier sich selbst gesetzt hat, nicht gehalten,

00:18:31: wenn aber natürlich ein solcher Ausfall am besten und so ist es ja meistens zum Jahres-Endgeschäft

00:18:37: kommt, vielleicht noch im Steuerberaterkanzlei oder halt bei uns auch in der Kanzlei ist

00:18:41: wer genauso der Supergau und der Fristenkalender sagt am 31.12. ist die Verjährung. Der letzte

00:18:47: Tag, wo es noch nicht verjährt, das haben wir erst in der Essen schon und du schlastest

00:18:49: nicht mehr, weil dein IT-System hat eine Woche down ist oder ist es noch viel unerwartbarer

00:18:54: vielleicht ganz ganz kurz vor dem Neujahr und du reist Fristen, dann bist du in der Haftung

00:19:00: drin, weil du die Fristen gerissen hast und das ist ein ganz klar definierbarer Schaden,

00:19:04: der ist ersatzfähig für den Mandanten, der dich erst mal drei Jahre verklagen darf,

00:19:07: bis er durch hat, den ganzen Spaß, aber da wär es zum Beispiel relativ eindeutig zu sagen,

00:19:12: das ist ersatzfähig. Wobei auch da, wenn ich weiß, die Frage ist, ich hab dann die Fristen

00:19:17: nicht im Blick, aber wenn ich weiß, dass ich deine Frist habe, dann muss dann, wird es

00:19:22: schon möglich sein, diesen Marmischheit oder die Klage noch einzureichen können. So was

00:19:25: kann man auch, kann ich ja einen Kollegen beauftragen oder vom Lied aufmachen. Man darf zur Gerichtsstelle

00:19:30: gehen und darf das dort auch protokollieren lassen. Das ist tatsächlich rechtlich möglich.

00:19:34: An siehre, ja, I don't know. Ja, dann musst du den Gericht, wenn was aufnimmt, an der Stelle.

00:19:38: Im Zweifel zum Verwaltungsgericht, auch wenn es eine sehr richtige Streitigkeit ist, der

00:19:42: alte Trick funktioniert immer noch, da kann man einlegen, die verweisen es dann und dann

00:19:46: ist es noch gültig. Okay, gut, also das war vielleicht Fall 1 und unser Ausflug in dieses

00:19:51: Schadensrecht, ich glaube, das ist ein ganz typischer Fall, ja du hast es, oder wir

00:19:56: haben es schon gesagt, bei weitem nicht beschränkt auf die Cyberfälle, aber natürlich auch dort

00:20:01: und dort dann mit besonderer Werf, weil dann manchmal so der Versicherung dahinter, da

00:20:05: denkt man auch, dann für eine Versicherung kriege ich es hier auf jeden Fall, dann mache

00:20:07: ich doch möglichst viel geltend. Was den Trugschluss tatsächlich ist, weil die gucken sehr genau

00:20:12: drauf und wenn die Quote nicht stimmt, dann sind sie hier sehr schnell dabei mit Rigros

00:20:15: ablehnen. Ja, was ja dann auch gut ist, weil es dann auch ein gewisses Korrektiv gibt,

00:20:21: bei den Versicherern auch Kolleginnen und Kollegen sitzen, die sich auskennen, die wissen,

00:20:27: wie viel Schaden da so normalerweise anfällt und ja, wenn es jetzt nicht gerade das Vorweihnachtsgeschäft

00:20:32: ist bei der E-Commerce-Bude, dann kann es eigentlich nicht sein, dass da so ein riesiger,

00:20:38: Echter Schaden ist ...

00:20:39: Ja, die Kubik sind verbunden.

00:20:41: die Leute nicht durch Bestellung in der nächsten Woche.

00:20:43: Wie eine Nachbarung können wir uns ausgleichen können.

00:20:45: Also wenn, ich habe bei dir gesehen, ich hoffe, ich verrat keine Geheimnisse, der Newsletter

00:20:50: von Schalke 04 offen ist.

00:20:51: Wenn ich ein neues Schalke-Trikot kaufen möchte, kann ich auch noch eine Woche später machen.

00:20:54: Ja, du wirst dich wundern, wie viele Mitglieder es gibt und wie schnell die Dinge ausverkaut

00:20:59: sind.

00:21:00: Da könnt man schon überlegen.

00:21:01: Aber aus Schalke Sicht, die wir angegriffen wären, dann vielleicht nicht.

00:21:06: Goll, zweiter Fall.

00:21:07: Genau, machen wir ein bisschen weiter.

00:21:10: Wir haben natürlich den anderen typischen Fall.

00:21:12: Da denkt man immer gar nicht dran, dass es das immer noch gibt.

00:21:15: Aber es ist eigentlich der typischste aller Cyberangriffe und Cyberverfahrensfälle, die

00:21:18: wir haben.

00:21:19: Nicht etwa, dass die große IT-Sicherheit überwunden wurde oder dass durch Angriffe Systeme in

00:21:25: die Knie gehen, sondern der Geschäftsführer der Unbedarfte.

00:21:30: So ist es nämlich in den allermeisten Fällen.

00:21:32: Klickt auf eine E-Mail falsch drauf.

00:21:33: Ob ein Fischings denkt, das passt schon, von der Info her, das hört sich ja gut an.

00:21:38: Hierüber weiß ich mal, dass Geld ein neues Bankkonto oder ähnliches ist.

00:21:41: Und schwupps weg ist das Geld.

00:21:43: Man glaubt gar nicht, wie oft solche Fälle passieren können, einfach weil der Mensch

00:21:47: dafür ausgelegt ist, bedrohnen zu werden.

00:21:49: Und KI ist mittlerweile auch so gut, dass das immer besser und immer leichter funktioniert.

00:21:53: Die Oberflächen werden besser, sind nicht mehr so auffällig.

00:21:56: Man kann sehr, sehr viel machen.

00:21:57: Auch im negativen Sinne dafür, dass Leute getäuscht werden.

00:22:01: Und das ist sozusagen das Thema, was wir leider auch recht häufig haben.

00:22:06: Wo wir schon von vornherein logischerweise wissen, wie nachher der Outcome ist.

00:22:11: Also im Sinne des möglichen Rechtsstreits, der da irgendwann folgt.

00:22:16: Sollte man irgendwann den Betrüger bekommen, weiß man, dass es nur mittels Mann, mittels

00:22:20: Frau ist und kein Gelder ist, wenn man überhaupt bekommt.

00:22:23: Und man hat das zweite Problem, wenn man das Geld eigentlich einem Dienstleister zahlen

00:22:28: wollte und dann aber ein falsches Bankkonto hat, dann ist natürlich das Geld weg und

00:22:31: dann kann man das ganze Dienstleister mit seinem Geld haben.

00:22:32: Weil der wurde ja nicht bedrohen.

00:22:34: Ja.

00:22:35: Und da ist es dann eigentlich tatsächlich ein Problem oder die Thematik je früher man

00:22:41: davon Wind bekommt, also je schneller man sozusagen weiß, die Buchung ist vielleicht

00:22:44: viel gelaufen, im Sinne von woanders hingegangen, als ich eigentlich versucht habe zu machen.

00:22:49: Ich habe es natürlich autorisiert, weil ich die Bankdaten eingegebe und so weiter das

00:22:51: Wort.

00:22:52: Aber je schneller ich da Wind von bekomme, desto eher ist da noch eine Minimalschance des

00:22:56: Geldes sozusagen auf dem Weg des Abflusses zu stoppen.

00:22:58: Da ist es etwas, wo man nicht nur die typische Juristen arbeiten mit richtlichen Schreiben

00:23:03: hier, Staatsanwaltschaft, dort informieren hat, sondern da muss man auch klassisch den

00:23:09: Hörer in die Hand nehmen und sozusagen so viel Wind wie möglich machen und zwar bei

00:23:13: den Kreditinstituten, die auf jeden Fall ja bekannt sein müssen, weil in der Iberland

00:23:17: hat man ja, man weiß also wo das Geld hin ist und muss sofort die Fraudmeldung machen

00:23:20: und probieren da sozusagen in den Ablaufzyklen schon eingreifen zu können.

00:23:25: Eins ist sicher, sobald das Geld weg ist, ist es weg und selbst wenn man es noch blockieren

00:23:29: kann auf dem Konto kommen die anderen juristischen Feinheiten rein, denn wenn Geld einmal vermischt

00:23:35: wird mit weiteren Geld, dann weiß man gar nicht mehr so genau welches Geld, denn das

00:23:38: Geld ist, was da überwiesen wurde, auch wenn der Betrag...

00:23:40: Wie lange hat der Geschäftsführer Zeit seinen Fehler zu erkennen?

00:23:44: Taggleich.

00:23:45: Taggleich.

00:23:46: Okay, also...

00:23:47: Es ist unrealistisch, wir hatten leider jetzt ein Fall, wo es 48 Stunden nach war, es ist

00:23:49: absolut unrealistisch, dass da was rauskommt.

00:23:51: Die Hoffnung besteht natürlich immer noch, aber sowohl die Rückrufgeschichten bei der

00:23:55: ausführenden Bank, die tatsächlich nichts dafür kann, aber die auch bei der Empfängerbank

00:24:00: gemeldete Fraudmeldung ist wohl, wir wissen so nicht 100%ig, weil die Akten noch nicht

00:24:05: alle freigegeben wurden und die Staatsanwaltschaft nicht ganz so schnell ist, wie man das möchte,

00:24:09: ist dann halt immer das Problem, wer ist zuständig, dann haben wir irgendwie drei verschiedene

00:24:11: Staatsanwalten, weil die es immer noch hin und her geben und die zack sagt, also die

00:24:14: zentrale Cyberangriffstelle sozusagen meinte dann so, ja, das ist vielleicht doch nicht

00:24:18: ganz unser Berit, weil es halt einfach Fishing ist und nicht das typische Cyberding.

00:24:22: Wir wissen noch nicht, ob wir nicht wirklich doch noch irgendwas zurückbekommen, aber

00:24:25: alles was mehr als ein Tag ist, ist unrealistisch, dass man das bekommt.

00:24:29: Und es ist ja dann, also in den Fällen, die ich so von euch mitbekommen habe, war es

00:24:33: mal statt in die USA nach Singapur überwiesen und bis dann hast du die Bank in Singapur

00:24:38: informiert und die Überraschung hatten das Geld schon weitertransferiert nach Russland,

00:24:42: China, Japan.

00:24:43: Das muss gar nicht so weit sein, in den letzten beiden Fällen, die wir hatten, waren einmal

00:24:46: Portugal, also innerhalb der EU und noch viel schlimmer, der letzte Fall war innerhalb Deutschlands.

00:24:50: Okay.

00:24:51: Und da gehen wir aber relativ stark von aus, wie gesagt, es ist noch ein laufender Prozess,

00:24:56: so richtig wissen wir es noch nicht und so richtig kann man es auch noch nicht sagen,

00:24:59: aber dann gehen wir sehr stark aus, dass die gerichtlichen Bemühungen, die wir jetzt,

00:25:02: oder zivilrechtlichen Bemühungen, die wahrscheinlich in einer gerichtlichen Stradigkeit enden werden

00:25:05: gegenüber der Empfängerbank erfolgreich sein müssen.

00:25:08: Da ist es nämlich so, es gibt logischerweise verschiedene Punkte, nämlich größere Geldsummen

00:25:13: kann man nicht so einfach hin und her überweisen, gerade auch nicht ins Ausland, nicht als Deutsche

00:25:16: Bank oder mit einer deutschen Lizenz.

00:25:17: Alles was über 15.000 Euro ist, ist Geldwäsche verdächtig und sehr große Summen hin und

00:25:23: her schieben auf Konten, die vor gar nichts drauf hatten, die ersten zehn Tage vorher

00:25:27: erstellt wurden.

00:25:28: Das ist sehr, sehr auffällig.

00:25:29: Das ist eigentlich etwas, wo sich das Thema greifen sollten, dafür gibt es dann immer

00:25:32: Risiko und andere Geschichten von der BAFIN, an die sich die Kreditinstitute halten müssten

00:25:37: sollten und deswegen besteht da schon noch Hoffnung, dass man was von der Empfängerbank

00:25:41: zurückbekommt, weil die vielleicht fahrlässig das Kontor erstellt haben, fahrlässig Geld

00:25:45: weitergeleitet haben.

00:25:46: Oder gegebenenfalls sogar vorsätzlich, wenn die noch was nach unserer Meldung gemacht

00:25:49: haben.

00:25:50: Aber auch das ist erstmal was, wo ein großes Siegel drauf ist und wir noch warten, bis

00:25:53: wir da ein bisschen mehr Infos bekommen können.

00:25:55: Okay.

00:25:56: So, jetzt ein bisschen reingesprungen sozusagen in den konkreten Fall.

00:25:59: Du hattest schon LKA erwähnt, sprich man macht dort Strafanzeige und lässt dann die Behörden

00:26:08: oder die Staatsanwaltschaft ermitteln.

00:26:10: Korrekt.

00:26:11: Es ist so, es gibt pro Bundesland immer diese Sonderzuständigkeiten für die Cyberfälle,

00:26:14: wie gesagt, zack, da gibt es dann 1, 2, 3, 4 Leute, je nach Bundesland, die dort sich

00:26:18: spezialisiert haben, aber es gibt eben auch das Landeskriminalamt, was relativ schnell

00:26:23: loslegen kann.

00:26:24: Und letzten Endes kann nachher auch die Staatsanwaltschaft bestimmen, ob eine Kriminalpolizei ermittelt

00:26:30: oder ob sie selber ermitteln.

00:26:31: Das muss man sofort, also unverzüglich, die bürgische juristische Wort, ohne Schuld auf

00:26:37: das Zögern, sollte man dort die Strafanzeige lostreten und logischerweise auch so viel

00:26:41: Informationen wie möglich preisgeben von dem eigenen System, weil dann die, ja forensisch

00:26:46: dort los starten kann.

00:26:48: Das ist natürlich nur der Optimalfall, wenn man nachher irgendwie der dritte oder der

00:26:53: dreihundertste Betroffene ist in dieser Woche, dann wird es wahrscheinlich schwer sein, dass

00:26:57: da etwas schnell passiert, weil einfach Kapazitätskerns sind.

00:26:59: Aber das ist erstmal das, wo sozusagen die erste Weg reingeht und das ist das Wichtige,

00:27:04: sobald da die Behördenkommunikation gegenüber Kreditinstituten ist, da sind die Kreditinstituten

00:27:08: natürlich auch auskunftsfreudiger.

00:27:10: Weil erstmal, wenn wir einer Empfängerbank schreiben und der Kunde oder unser Mandant

00:27:14: kein Kunde dort ist, wo ist das Rechtsgeschäft, wo sollte da die Informationspflicht herkommen,

00:27:18: die dort ist?

00:27:19: Kann ja jeder kommen.

00:27:20: Richtig.

00:27:21: Ist ja erstmal was, was logischerweise vorgehalten werden kann und dementsprechend ist es gut

00:27:25: dort die Behörden relativ schnell mit reinzuholen.

00:27:27: Okay.

00:27:28: Gut.

00:27:29: Und dann hattest du hier noch auch mehr aufgeschriebenes Stichfunkt agieren gegenüber Versicherern.

00:27:35: Wo kommt da bei deinem Geschäftsführer, begeht ein Fehlerfall?

00:27:40: Ja, ein Angestellter, würde ich mal sagen.

00:27:42: Und er weiß sich in den Hintern.

00:27:44: Ja, ja, genau.

00:27:45: Der sagt dann, das waren die Angestellten und dann stellt sich es raus.

00:27:47: Ja, solang es ein Leitender Angestellter ist, kann man da, also es gibt natürlich sich

00:27:51: verschiedene Versicherungsprodukte, aber das ist so das Typischste, weil natürlich für

00:27:55: eine gewisse Freigabegrenze muss ja eine Verantwortung da sein.

00:27:58: Also wenn da irgendwie größere Summen hin und her geschoben werden, gibt das irgendwer

00:28:01: frei.

00:28:02: Und da kann manchmal eine Fahrlässigkeit drin liegen, die gegebenenfalls von einer

00:28:07: sogenannten D&O-Versicherung sozusagen der Angestellte, die dort für Fahrlässigkeit

00:28:12: sich absichern können, betroffen sind oder eintreffen könnte oder eintreten könnte.

00:28:16: Wahrgehoffnung in den meisten Fällen, normalerweise ist es vielleicht ein Versehen von Buchhalter

00:28:23: oder Buchhalterin, die das immer schon gemacht haben und das immer sehr zuverlässig machen,

00:28:27: dann ist die Leitende Funktion schon weg und dann ist so eine Versicherung auch nicht

00:28:30: so viel wert.

00:28:31: Ja, und die Versicherung tritt ja nur ein, wenn dem wirklich Fahrlässigkeit vorgeworfen

00:28:36: werden kann, wenn es so geschickt gemacht ist, dass man sagt, naja, das kann jedem passieren,

00:28:41: dann wird wohl die Versicherung, dann gibt es ja keinen Anspruch gegen den Angestellten

00:28:46: und dann greift auch keine Versicherung.

00:28:48: Genau, also wenn wir jetzt nicht offensichtlich irgendwie Formfehler drin sind, ein anderes

00:28:52: wording, andere Aufmachung, wenn die E-Mail-Adressen alle sauber aussehen und so weiter, dann

00:28:57: wird es schwierig, auch mit solchen vorbeugenden Maßnahmen, weil wie gesagt, getäuscht werden

00:29:02: kann jeder von uns und die Technik, die das so breit hält, die erleichtert das halt für

00:29:07: den Angreifer.

00:29:08: Ja, das ist nur so ein, wie soll man sagen, ein Strohhalm, den man immer noch mal auswirft,

00:29:14: der andere Strohhalm, den man auswirft, ist mit dem, mit der Geschäftspartei oder den

00:29:17: Geschäftsplatten, an dem man da sozusagen eigentlich das Geld überweisen wollte.

00:29:21: Wenn man da schnell eine Einigung hinbekommt und eine Stunde oder ähnliches, kann sowas

00:29:25: halt für die laufende Geschäftsbeziehung sehr wichtig sein, wenn man den nicht informiert

00:29:28: und der plötzlich sagt, so ist mal der Kohle, dann kann es halt sehr schnell auch streitig

00:29:32: werden.

00:29:33: Ganz manchmal ist es ja auch so, dass die da möglicherweise mitbeteiligt sind.

00:29:37: Also wenn zum Beispiel das, ja, deren IT-System die Möglichkeit geschafft hat, E-Mails abzurufen

00:29:44: und kompromittierte E-Mails zu versendigen, dann kann es passieren, dass man sagt, na ja,

00:29:51: die Wand kam ja von eurem Server, ja, ich dachte, die sind von euch und ehrlich gesagt waren

00:29:57: sie auch von euch.

00:29:58: Ihr habt uns angemiesen, wir sollen noch Singapur überweisen, nicht in die USA, ja, ist doch

00:30:02: euer Problem.

00:30:03: Ja, natürlich sehr Einzelfallfrage, ob man da ausdann was drehen kann, aber kann auch

00:30:10: mal dazu führen, dass man sagt, okay, wir überweisen euch jetzt nicht nochmal, die gesamte Summe,

00:30:15: sondern vielleicht die Hälfte.

00:30:16: Genau, weil da ist das zivilrecht relativ klar, Erfüllungshalber kann man nur leisten,

00:30:22: wenn das von dem Gegenüber so klar geäußert wurde oder wenn es nicht so als Empfängerkontos

00:30:27: sozusagen angeben wurde, wenn es dann bestätigt wurde von dem Angebenden des Bankkontos und

00:30:32: das wird es nicht sein, das wird niemand machen, der sagt, ups, falsch überwiesen, ja, aber

00:30:36: ich akzeptiere, dass du es zu jemandem dritt bist, die gegeben ist.

00:30:38: Sieht ja möglicherweise so aus, ne, das ist dann eben ...

00:30:41: Es geht meistens über, dass ich mitverschulden.

00:30:43: In den seltenen Fällen kriegst du es hin, juristisch, sauber zu argumentieren, also

00:30:48: du kannst es versuchen, aber du kriegst es vor Gericht nicht hin und da ist die Literatur

00:30:52: auch relativ klar bei der Erfüllung, dass der Anspruch grundsätzlich noch besteht, er

00:30:57: ist dann aber nicht mehr durchsetzbar, weil zum Beispiel mitverschulden da ist, in der

00:31:00: Höhe von, wie du es gesagt hast, 50 Prozent, mal mehr, mal weniger, das ist dann halt beteiligt.

00:31:04: Sehr Einzelfallfrage.

00:31:05: Ja, total Einzelfallfrage.

00:31:06: Gut, dann kommen wir mal noch zu deinem letzten Fall.

00:31:10: Genau, das ist wieder so eine Frage, wann man sozusagen mit rein geholt wird.

00:31:18: Es geht jetzt hier eher um den leider auch recht häufigen Fall, dass eben ein sogenanntes

00:31:23: Massengeschäft oder ein Klient von uns oder man dann von uns im Massengeschäft tätig

00:31:27: ist, also sehr, sehr viele Endkunden hat, sehr, sehr viele Dienstleister oder zum Beispiel

00:31:31: auch Energieversorger ist und da dann sehr, sehr viele Personen vielleicht hat, die dort

00:31:37: Ansprüche geltend machen können.

00:31:38: Und da geht es nicht nur darum, vermeintliche Schäden, die auf einem Angriff basierend sind,

00:31:43: abzuwehren, im Sinne von größeren Klagen, wo Ausfälle da sind, sondern eben auch schon

00:31:49: den Punkt abzudecken, dass nicht dann plötzlich 10.000 Kunden kommen und sagen, oh, was ist

00:31:53: mit meinen Daten passiert, dann am besten noch alle eine Auskunft fordern nach 15 DSGVO

00:31:59: und wenn die dann auch noch erfolgt ist, nachher noch ein Schadensersatz nach 80, 83 DSGVO

00:32:04: verlangen, dass man da sozusagen frühzeitig und das ist dann eher so ein bisschen People

00:32:09: Management und Kommunikation, die dort eine Rolle spielen, die Skills, die dort erforderlich

00:32:15: sind, dass man schaut, dass man a) sauber informiert, dass man, das ist halt wieder das Typische,

00:32:19: was wir eigentlich bei unseren Saarbedentgeschichten haben, dass man eine saubere Kommunikation

00:32:23: hat, die einheitlich ist, die halt nicht einmal "hör und einmal hot" sagt, weil sobald

00:32:26: man einmal "hör und einmal hot" gesagt hat, dann glaubt einem keiner mehr was, selbst

00:32:29: wenn es die Wahrheit ist.

00:32:30: Und dann hat man erstmal den Rattenschwanz von vielen möglichen, potenziellen Privaten

00:32:35: oder eben auch unternehmerischen Auskünften und dann eben Chancelsatzforderungen im Hals.

00:32:41: Und da sind wir in vielerlei Hinsicht sehr positiv, bisher, wenn wir früh dran waren und

00:32:47: die Mandanten überzeugten, konnten die Kommunikation geschickt, nach unserer Auffassung her zu leiten,

00:32:53: dass man zum Beispiel eben eine klare Kommunikation hat, welche Daten sind betroffen, welche sind

00:32:56: eben auch nicht betroffen, weil das ist eigentlich mehr die größte Sorge von Endkunden oder

00:33:01: wo kann man Rückfragen hinstellen, dass das ein bisschen streamlined ist und dass man

00:33:03: eben da nicht irgendwie überrumbelt wird, sondern dass die Leute die Antworten geben,

00:33:06: eben auch wissen, was passiert ist und da nicht für Verwirrung und Panik sorgen, weil

00:33:11: wenn das ist, dann gibt es den anderen Fall, dann werden eben die Leute schnell sauer,

00:33:17: berechtigterweise und was fordert man dann, wenn man sauer ist, weil seine Daten irgendwie

00:33:20: im Darknet plötzlich sind und man gegebenenfalls noch Kreditkarten, Sorge hat das Kreditkarten

00:33:25: und dann hat man dann eine Abrechnung plötzlich anders laufen, dann fordert man einen Schaden

00:33:28: Zusatz und wenn das halt ein bis zweimal durchgeht, dann kann das schnell zu einem Massenklagen

00:33:34: ist jetzt nicht das klassische in Deutschland, aber eben zu sehr sehr viel.

00:33:37: Ja, ganz klar.

00:33:38: Also es gibt ja genug, wir haben auch so ein, zwei Sachen, wo wir viele Verfahren haben

00:33:43: für Mandanten, die ja dann meist auch so was basieren.

00:33:47: Vielleicht uns einmal klar zu sagen, weil wir schon häufiger jetzt in letzter Zeit, zu

00:33:52: letzten von einer Woche Fälle haben, wo wir den Eindruck haben, dass das auf Mandanten

00:33:57: Seite eher zu tief hängt, ja einmal klar gesagt, alles was sich dort an Aufwand in eine einheitliche,

00:34:04: gut strukturierte, gut durchdachte Kommunikationsstecke ist beharres Geld wert, ja weil jedes Auskunfts

00:34:12: ersuchen und erst recht jede Auskunftsklage oder Scharnsatzklage oder jede zusätzliche

00:34:18: Korrespondenz mit irgendwelchen der Andersaufsichtsbehörden kostet einfach enorm Kraft, kostet enorm

00:34:23: Zeit, kostet dementsprechend enorm Geld, alles was sich verhindern kann in diese Richtung,

00:34:28: indem ich mich schlau verhalte, mittlerweile war nachdem der Vorfall ruchbar wird, ja

00:34:34: ist, sollte ich tun?

00:34:36: Ja, auch wenn es in dem Moment dann eben irgendwie Overkill erscheint und wir haben

00:34:42: doch selber hier eine tolle In-House-PR und eine tolle In-House-Rechtsabteilung und Datenschützer,

00:34:47: die genau wissen wie man unser Notfall planen und so weiter, ja ich will es nicht jetzt

00:34:56: aus dem Neckest in Plaudern, aber wir kennen die Fälle ja und die landen ja dann bei euch

00:35:01: am Ende wo es eben dann zu kurz gesprungen ist und dann eben doch die Leute die Pferde

00:35:09: scheue machen und dann die Foren voll sind und die Google Ads von Anwälz Kanzleing geschaltet

00:35:16: werden ja hier jetzt Chancersatz bis zu 5000 Euro, ja und Schwupp hat man 3, 4, 5, damit

00:35:23: kann man gut umgehen, 15, 20, 30, 100.000 Klagen am Hals mit immer den gleichen Textbaustein,

00:35:30: die man dann erst mal wieder los werden muss, also da ist es wichtig, dass man da vernünftig

00:35:37: kommuniziert.

00:35:38: Absolut, aber ich will vielleicht um da noch gleich einzusteigen, ich glaube 8 oder auch

00:35:42: 9 von 10 unserer Mandanten lassen sich dort auch beraten und wenn die es nicht beim ersten

00:35:47: Mal wissen oder merken, dann sollte man da auch wirklich mit der vehemenz und dem Enthusiasmus,

00:35:53: den wir logischerweise für diese Fälle haben, aber auch mit der Erfahrung, die wir leider

00:35:56: eben dann auch haben, wenn man sich nicht dran hält oder eben wenn wir zu spät dabei sind,

00:36:01: die so sehr vielleicht nochmal challenging, dass sie sich das einmal bewusst machen, weil

00:36:05: es ist tatsächlich so, wenn man relativ schnell sieht, das ist jetzt zum Beispiel, also keine

00:36:10: Ahnung, es ist eine Massengeschäft, wo man hat einen Kundenstampf von 10.000 Kunden.

00:36:15: Das reicht, wenn 2, 3 und die wird es immer geben, da kann man, egal wie man kommuniziert,

00:36:20: wie schlecht man kommuniziert, die wird es geben, wie egal wie gut man kommuniziert, die

00:36:23: wird es geben, die werden loslegen und da irgendwie ein bisschen Dampf machen und wenn

00:36:28: das aber nicht nur 2, 3 sind Kommunikation eben da doch noch in einer schlechten Variante,

00:36:32: die ihr hier sozusagen einlegt, dass man es missversteht und das plötzlich vielleicht

00:36:35: 30, 40 werden, dann landet es, wie du sagst, halt in Foren, da gibt es Beiträge, dann hat

00:36:39: man auf den relevanten Themenseiten die schönen Links mit drauf und dann ist es einfach so,

00:36:45: dass es wirklich gravierend die Geschäftsbetriebe können dadurch blockiert werden, weil also

00:36:50: das Legelteam, selbst wenn es den Leuten ist, wie soll das denn 1.000 Lagen machen?

00:36:53: Also das können wir, weil wir das vielleicht irgendwie streamlined hinbekommen und ein

00:36:58: bisschen nach dem Schema 11 machen, aber viel wichtiger ist es übrigens auch, wie kann

00:37:02: man sowas verhindern?

00:37:03: Wir machen dann in diesen Einzelfilen, die es halt wie gesagt immer gibt, auch logischerweise

00:37:07: die Einzelfertretung, ziehen es dann auch bis zum Ende durch und kriegen halt das Urteil

00:37:11: dann positiv raus für unsere Mandanten, dass das eben keine Nachahmer findet.

00:37:15: Da muss man auch wissen, da muss man logischerweise jemand dann auch klar sagen, wenn man das

00:37:19: jetzt hier nur vergleichsweise abhalft dann, dann landet es im nächsten Forum, dann sagt

00:37:23: er ja, ihr müsst hier nur eine hohe Klage machen, da kriegt er die Hälfte von und dann ist

00:37:26: der oben.

00:37:27: Ja, sei der nur verlierst, das ist ja auch nicht so gelöstet.

00:37:29: Ja, das ist es halt, genau, du musst, ja, also das selbstbewusstsein hat man dann schon,

00:37:32: beziehungsweise muss man sich den Fall anschauen und gucken, dass es auch der Realität entspricht,

00:37:34: dass es schwierig ist da irgendwas zu verkaufen, was nicht da der Wahrheit entspricht, logischerweise.

00:37:38: Aber sowas haben wir einfach wirklich in ein paar Themen, wo wir für, also rein wirtschaftlich

00:37:45: würde man das nicht machen, wenn es nur ein Einzelfall ist, aber einfach im Long Run,

00:37:48: weil man weiß, wie viele Kunden dort noch kommen könnten, muss man es durchziehen und

00:37:51: machen, damit man diese Schaden des Aufwands der Zeit ist, wie du sagst, du bist hier blockiert,

00:37:55: du kriegst ja nicht dein normales Geschäfts mit durch.

00:37:57: Und damit sind wir hier jetzt dann schon eben auch noch einmal jetzt bei deinem dritten Fall

00:38:01: in einer Besonderheit, die wir jetzt in diesen Salberfällen sehen, nämlich, ja, dass sie die

00:38:06: Tendenz haben, sich auszuwachsen und ja, dann, wenn man sich dann nicht früh wappt mit zum

00:38:15: Massenverfahren zu werden, die dann ja deutlich teurer werden und dann eben jeder einzelne Fall,

00:38:21: man dann ein geneigtes Jahr kreiert, dann schau ich zu, ich zahl ihm halt die 200 Euro oder

00:38:26: von mir aus 2000 Euro, das wäre auch noch wirtschaftlich, aber...

00:38:29: Ist, filmiert sich dann...

00:38:30: Wenn dann Brot, dass der seine 1000 besten Kumpels hinterher schickt, die auch bei dir

00:38:35: Kunde sind, ja, dann ist es möglicherweise keine so gute Idee.

00:38:39: Absolut.

00:38:40: Sehr schön.

00:38:41: Jo, hast du noch Sachen zu ergänzen zu deinen Fällen?

00:38:46: Ja, es ist ja jedes Mal was Neues, also ich meine, wenn wir nächste Woche weitersprechen,

00:38:50: erzähle ich dir von anderen Sachen.

00:38:52: Du bist ja hier quasi Stammgast.

00:38:54: Freut mich, freut mich.

00:38:55: Insofern, wenn wir sicherlich eine oder andere Gelegenheit haben, das Cyber-Thema nochmal

00:39:02: weiter zu vertiefen und über Versicherungen wollten wir auch nochmal reden, aber kommt

00:39:07: Zeit, kommt nächster Podcast.

00:39:08: Erstmal an dieser Stelle vielen Dank dir lieber Lasse für deinen Erscheinen und deine Auskünfte.

00:39:14: Immer wieder gerne, vielen Dank.

00:39:16: Vielen Dank euch, liebe Zuhörenden, für euer Interesse.

00:39:18: Nächste Woche geht es mit unserem Special Litigation Ad Herting FM weiter und ich werde

00:39:23: einen Ausflug in das Arbeitsrecht machen und mit unserem ältesten Arbeitsrechtler,

00:39:28: langgedientesten, aber auch ältesten Arbeitsrechtler sprechen.

00:39:31: Er wird sich freuen bei der Ankündigung.

00:39:33: Er hört ja nicht, hört er wahrscheinlich.

00:39:35: Schon jetzt sei gesagt, im Arbeitsrecht geht es anders zu.

00:39:39: Also, wenn ihr das nicht verpassen wollt, das ist dann Folge 67 von Herting FM der Podcast

00:39:44: für Recht und Technologie und Medien dann abonniert oder lasst euch entsprechend informieren,

00:39:48: wenn es so weit ist.

00:39:50: Herting FM bleibt fit und munter und bis zum nächsten Mal.

00:39:54: Tag drauf.

00:39:55: Auf Wiederhören.

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Über diesen Podcast

Im Podcast HÄRTING.fm Der Podcast für Recht, Technologie und Medien beschäftigen sich die Co-Hosts mit Neuigkeiten aus unseren Rechtsgebieten: Es geht um IT und IP, Medien und Technologie, Datenschutz und E-Commerce.

Gemeinsam mit wechselnden Co-Hosts aus der Kanzlei begrüßt Martin Schirmbacher in jeder Folge einen Gesprächspartner, den oder die wir zu ihrem oder seinem Schwerpunktthema befragen und uns und Euch ein wenig über ihre oder seine Spezialgebiete informieren. In jede Folge steigen wir mit einem kleinen Gespräch zu aktuellen Themen aus unserer Mandantenberatung ein.

von und mit Dr. Martin Schirmbacher

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